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Seeschiffe gehören zu den größten Luftverschmutzern

■ Dieselmotoren und alte Motoren überschreiten Grenzwerte deutlich. Besserung erst ab 2000

Washington (dpa) – Kreuzfahrtschiffe, Frachter, Tanker und die übrige Marine gehören zu den größten Luftverschmutzern der Welt. 14 Prozent der globalen Stickstoffemissionen und 16 Prozent der Schwefelabgase aus Erdöl- und Petroleumverbrennung gehen auf das Konto der Schiffahrt, ermittelten US-Forscher.

Ihr Bericht ist im heute erscheinenden US-Wissenschaftsjournal Science veröffentlicht. Schuld an dem Abgasausstoß sind zwei Faktoren, erläutern James J. Corbett und Paul Fischbeck von der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh.

Die meisten Schiffe werden von Dieselmotoren angetrieben, die weniger Brennstoff verbrauchen, aber wesentlich mehr Schadstoffe ausstoßen. Außerdem benutzen zwischen 70 und 80 Prozent aller Schiffe aus Kostengründen zweitrangige Brennstoffe, die mehr Rückstände enthalten.

Corbett und Fischbeck werteten drei Datensammlungen aus. Demnach qualmen Schiffe fast das Doppelte der deutschen Stickstoffemissionen in die Luft. Beim Schwefelausstoß entspricht der Anteil der Schiffahrt ebenfalls fast dem Doppelten des deutschen Wertes.

Zwar hat die „International Maritime Organization“ erstmals Grenzwerte für die Luftverschmutzung durch Seeschiffe festgeschrieben. Sie gelten jedoch erst ab 2000 und nur für neugebaute und grundüberholte Schiffe. Da jährlich nur 1,5 Prozent der globalen Schiffahrtsflotte ausgetauscht werden, werden „meßbare Reduktionen der Stickstoffemissionen erst in vielen Jahren kommen“.

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