piwik no script img

Abschiebehäftlinge in Italien im Hungerstreik

Rom (epd) – Die italienischen Behörden haben gestern mit dem Flüchtlingstransfer von der Insel Lampedusa nach Sizilien begonnen. Dort befinden sich derzeit nach Angaben des staatlichen Fernsehens rund 1.500 zumeist aus Afrika stammende Menschen in Notaufnahmelagern. Aus Protest gegen die unwürdige Unterbringung in Wohncontainern und gegen drohende Abschiebung begannen im sizilianischen Caltanissetta 122 Flüchtlinge mit einem Hungerstreik. In der Nacht zum Dienstag hatten 50 Afrikaner versucht, das Aufnahmelager zu verlassen. Nur zweien gelang die Flucht. In Genua ermittelt die Staatsanwaltschaft zu dem Brand auf einem Flüchtlingsschiff, bei dem am Montag fünf Nordafrikaner ums Leben gekommen waren.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen