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taz intern

Friedrich Luft war nicht nur die „Stimme der Kritik“ und ein in seinem Urteil unbestechlicher Theatergänger. Wie kaum jemand sonst stand er, der entschiedene Humanist und Antikommunist, für seine Zeit und seine Stadt: das geteilte Berlin. Als er 1990 starb, war eine Epoche zu Ende.

Petra Kohse, taz-Redakteurin und taz-Stimme der Theaterkritik seit 1993, hat nun unter dem Titel „Gleiche Stelle, gleiche Welle“ ein Buch über „Friedrich Luft Foto: Wolfgang Borrs

und seine Zeit“ (Aufbau-Verlag, 49,90 DM) geschrieben. Auf der Grundlage von Lufts Kritiken und gestützt auf Gespräche mit Freunden, Zeitgenossen und Familienangehörigen zeichnet sie ein Stück Berliner Theatergeschichte nach und zugleich auch ein persönliches Porträt des historischen Vorbilds, das sich im Februar 1946 den Hörern des Rias so vorstellte: „Luft ist meine Name, Friedrich Luft. Ich bin 1,86 groß, dunkelblond, wiege 122 Pfund, habe Deutsch, Englisch, Geschichte und Kunst studiert, bin geboren im Jahre 1911, bin theaterbesessen und kinofreudig und beziehe Lebensmittel der Stufe II.“ Petra Kohse ist zehn Zentimeter kleiner und ähnlich leicht, studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Publizistik und promovierte 1996 als Theaterhistorikerin. Sie bezieht Essensmärkchen der taz, die zu einem halben Mittagessen beim Berliner Nobelitaliener Sale e Tabacchi berechtigen.

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