Schmerz und Handlungsmacht Opferkult oder neue Härte? Zwei neue Sachbücher betrachten aus ganz verschiedenen Perspektiven den Umgang der Gesellschaft mit verwundbaren und verwundeten Menschen Von Renate Kraft Ausgabe vom 16.5.2026, Seite 13, politisches buch Download (PDF)
„Der Mensch ist ein soziales Tier“ Stefan Rettich beschreibt in seinem Buch „Die obsolete Stadt“, was der Onlinehandel mit unseren Innenstädten macht. Ein Gespräch über Einsamkeit, neue Lagerfeuer und die Renaissance der Märkte Von Susanne Messmer Ausgabe vom 16.5.2026, Seite 48-49, stadtland Download (PDF)
„Ich möchte es besser machen als mein Vater“ Uschi Glas kennen die Älteren aus „Zur Sache, Schätzchen“, die Jüngeren aus „Fack ju Göhte“. Die Schauspielerin engagiert sich gegen Antisemitismus, arbeitete zuletzt die NS-Vergangenheit ihres Vaters auf. Eine „Oma gegen Rechts“ will sie aber nicht sein Ausgabe vom 16.5.2026, Seite 30-31, das gespräch Download (PDF)
Roman von Johann Reißer In einem schönen Schwarzwaldtal Wo heute Rheinmetall Kanonen fertigt: Johann Reißer nimmt in „Pulver“ auf mitreißende Weise die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie in den Blick. Von Julia Hubernagel 17.5.2026
Buch über sexuellen Missbrauch Querflötenstunde mit dem Frosch Zerstörerische Eliten: Adrian Koerfer beschreibt das Aufwachsen in einer kaputten, reichen Familie und seinen sexuellen Missbrauch an der Odenwaldschule. Von Ambros Waibel 12.5.2026
Debatten um den Friedenspreisträger Was treibt Boualem Sansal? Hat sich Boualem Sansal, der Kämpfer gegen Diktatur und autoritäre Religion, den Rechten zugewandt? Auf Fragen der taz antwortet der Autor per Mail. Von Reiner Wandler 12.5.2026
Lena Dunhams Memoir „Famesick“ Über den Hass erzählen Lena Dunham möchte vieles sein und wird doch immer festgelegt und für vermeintliche Eindeutigkeiten gehasst. Ist sie eine schlechte Feministin? Von Carolina Schwarz 30.4.2026
Roman aus Japan „Die Fabrik“ Den Waldgeist bitte ignorieren Hiroko Oyamada beschreibt Arbeit als totalen Zustand in „Die Fabrik“. Was genau dort produziert wird, bleibt ebenso unklar wie der Sinn der Tätigkeiten. Von Verena Harzer 9.5.2026
Lara Rüter schreibt über „Affenliebe“ Die zwei Cousinen Rührung und Berührung Eine Dichterin unter Affen: Lara Rüters poetische Annäherung an Primaten vor und hinter Käfigstäben, „Affenliebe“. Von Marielle Kreienborg 9.5.2026
Zwei Sachbücher zum Männlichkeitsdiskurs Furcht und Vorurteil Die Autorin Nicole List schreibt über „Angst vor Männern“, die Journalistin Eva Ladipo wirbt dafür, die Verlustängste und Wut der Männer zu ergründen. Von Nina Apin 12.5.2026
Ein düsterer Blick auf die Geschichte Die Männer, die das 20. Jahrhundert abschaffen wollen Armin Thurnher geht in seinem Buch „Unsternstunden der Menschheit“ der Frage nach, „wie die Welt unerträglich wurde“. Von Gerrit ter Horst 9.5.2026
Buch über Haltung im Nahostkonflikt Wem steht Solidarität zu? Steffi Hentschke erzählt in „Manchmal würde ich gern schreien“ über ihr Ringen um die „richtige“ Haltung im Nahostkonflikt. Von Ulrich Gutmair 10.5.2026
Buch über das jüdische Erbe Halberstadts Es brauchte mehr als ein Ideal Wie wurde in der DDR und danach mit jüdischem Kulturerbe umgegangen? Philipp Graf versucht am Beispiel Halberstadts eine Antwort zu finden. Von Robert Mießner 7.5.2026
Roman von Yavuz Ekinci Die Gewalt in Frage stellen Der kurdisch-türkische Schriftsteller Yavuz Ekinci widmet sich in seinem neuen Roman dem Leid, das der Krieg zwischen PKK und türkischer Armee verursacht. Von Fokke Joel 5.5.2026
Chronist über HSV in der NS-Zeit „Fast alle HSV-Funktionäre waren in der NSDAP“ Der HSV hat sich dem NS-Regime gern angedient. Werner Skrentnys neues Buch „Die Raute unterm Hakenkreuz“ bietet auch bislang unbekannte Geschichten. Interview von Petra Schellen 3.5.2026
„Marmor, Quecksilber, Nebel“ Der Ursprung der Welt, die Grenzen der Sprache In „Marmor, Quecksilber, Nebel“ kreist Judith Schalansky um die Frage, ob sich die Weltgeschichte aus einem einzelnen Gegenstand entfalten lässt. Von Lukas Böckmann 6.5.2026
Sachbuch „Antisemitismus definieren“ Das Gerücht über die Juden Hilft eine präzise Definition, Antisemitismus zu begreifen? Nikolas Lelle und Tom Uhlig zeigen, dass scheinbare Differenziertheit ein Problem ist. Von Daniel Burghardt 6.5.2026
Neuer Roman von Birgit Birnbacher Mutter und Sohn sind im Spielen nicht gut Birgit Birnbacher schaut auch in ihrem neuen Roman dahin, wo zwischen Mensch und sozialen Strukturen Reibung entsteht: „Sie wollen uns erzählen“. Von Sophia Zessnik 6.5.2026
Roman von Sharon Dodua Otoo Worte allein werden nicht helfen In „So, in etwa, ist es geschehen“ erdrosselt die Protagonistin ihren Chef mit einem Schal von FC Bayern München. Es ist ein Roman wie ein Geständnis. Von Michael Wolf 5.5.2026
Ein Jahr Kulturstaatsminister Weimer Das Unbehagen in der Kultur Ein Jahr ist Wolfram Weimer nun Kulturstaatsminister. Er sieht sich als „geistige Brandmauer“ gegen rechts. Die Bilanz seiner Amtszeit: verheerend. Von Dirk Knipphals 4.5.2026