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Widerstand wächst

■ Auch Schüler protestieren gegen NPD

Die Bremer GesamtschülerInnenvertretung (GSV) reiht sich ein in die Protestriege gegen die geplante NPD-Demonstration am 1. Mai in Bremen. Nach der Ankündigung von PDS, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und den Bremer Grünen wollen sich jetzt auch Bremens SchülerInnen an Gegendemonstrationen beteiligen. Die GSV plane eine eigene Demonstration mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund auf dem Bremer Markplatz, kündigte gestern die neue Bremer GSV-Sprecherin Sarah Behrendt an.

„Wir müssen der Öffentlichkeit und den Rechten der Demo zeigen, daß die Mehrheit der Bremer SchülerInnen diese Art von politischer Einstellung nicht gut finden“, erklärte Behrendt. Die NPD-Zentrale aus Stuttgart hat für den kommenden 1. Mai in Bremen eine Kundgebung unter dem Motto „Arbeit zuerst für Deutsche“ mit geschätzten 5.000 Teilnehmern angemeldet.

Im Bremer Stadtamt hieß es gestern, man habe noch nicht abschließend über die Demoanmeldung und ein mögliches Verbot entschieden. Stadtamts-Leiter Hans-Jörg Wilkens sprach von „Koordinierungsgesprächen“ zwischen Stadtamt, Polizei und Innenbehörde. Immerhin hätten bereits diverse Gruppen Gegendemonstrationen angekündigt – unter anderem auch ortsnah im Bremer Osten rund um das Mercedes-Werk, von wo aus die NPDler ihren Aufmarsch durch Bremen starten wollen.

Die PDS hatte zum Beispiel verkündet, sie wolle auf dem Hemelinger Marktplatz vor der Silberwarenfabrik demonstrieren. „Zeitnah“ werde man all diese Demoanliegen entscheiden, sagte Wilkens – um so wenig Unruhe wie möglich im Vorfeld zu verbreiten. kat

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