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Ermittlungen gegen „Richter Gnadenlos“

Hamburg (dpa) – Gegen den umstrittenen Hamburger Amtsrichter Ronald B. Schill hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und Rechtsbeugung eingeleitet. Der als „Richter Gnadenlos“ bekanntgewordene Jurist hatte am 19. Mai einen nicht vorbestraften 33jährigen Mann aus der autonomen Szene wegen Nötigung zu einer Haftstrafe von 15 Monaten ohne Bewährung verurteilt. „Wer Chaoten, Verbrecher über Polizeibeamte triumphieren läßt, tritt den Rechtsstaat mit Füßen“, hatte Schill in der Urteilsbegründung erklärt. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen das Urteil Berufung angekündigt, die Anwältin des 33jährigen wollte zusätzlich Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen.

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