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Von Maulwürfen und Oberlehrern

Berlin (taz) – „Oooch ...“, „Schade“, „nach seinem Kreuzbandriss hat er wohl noch nicht zu seiner alten Form zurückgefunden!“ Wenn unsere Kicker nicht voll und ganz damit beschäftigt wären, dem Ball hinterher zu laufen, würden sie sich wahrscheinlich ganz schön ärgern über manch besserwisserischen Fußballkommentatorenkommentar. Drum hat die Fernsehillustrierte TV Today elf Bundesliga-Fußballern die Möglichkeit gegeben, sich im Sommerloch mal so richtig zu rächen: Ralf Weber, Olaf Janssen, Oka Nikolov, Markus Babbel, Andreas Buck, Karsten Bäron, Hans-Jörg Butt, Dimitrios Grammozis und drei andere (deren Namen man natürlich in der aktuellen TV Today nachlesen kann) durften nämlich die wichtigsten TV-Fußballmoderatoren in den Kategorien Kompetenz, Fairness, Unterhaltungswert, Witz, Ausstrahlung – und Sprache testen.

Das Ergebnis ist so wenig überraschend, dass es natürlich niemand in der aktuellen TV Today nachlesen muss: Tabellen-Erster ist Michael Steinbrecher geworden. Günther Jauch und Johannes B. Kerner teilen sich den zweiten Platz, wobei die Spieler Günther Jauch den höchsten Unterhaltungswert bescheinigten. In punkto Kompetenz allerdings beurteilt Ralf Weber ihn als „sympathisch, hat aber nicht viel Ahnung“. Marcel Reif, Michael Pfad, Werner Hansch und Jörg Wontorra bewerten die Fußballer als „befriedigend“. Werner Hansch genießt hohe Sympathiewerte, hört sich aber, laut Oka Nikolov „gerne selbst reden“. Nur mit „ausreichend“ beurteilen die Bundesliga-Kicker drei altgediente ARD-Moderatoren: Waldemar Hartmann, der laut Dimitrios Grammozis „aussieht wie ein Maulwurf“, Gerd Rugenbauer und Heribert Faßbender. Zu Letzterem gehen die Meinungen allerdings auseinander: „Der Mann ist Kult“, findet Markus „äh“ Babbel, während Ralf Weber ihn als „langweilig“ bezeichnet und Andreas Buck sagt, er käme „oberlehrerhaft rüber“. Besonders kritisch beurteilte die Elf Rudi Brückner vom DSF. Er landete aufgrund seiner geringen Sympathiewerte mit einem schlichten „mangelhaft“ auf dem letzten Platz.

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