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EU-Umweltkommissarin verspricht umfangreiche Hilfen

Die nach dem Goldminenunglück von Baia Mare ausgetretene Cyanidbrühe hat inzwischen Bulgarien erreicht, die rumänischen Donaustädte Orsova und Drobeta Turnu Severin wurden zu Trinkwasser-Notstandsgebieten erklärt.

EU-Umweltkommissarin Margot Wallström, die das Katastrophengebiet besucht hat, kritisierte die Informationspolitik der zuständigen Behörden, die das Ausmaß der Verseuchung heruntergespielt hatten. „Wir hatten absurde Diskussionen darüber, ob nicht das Eis den Fisch getötet hat.“ Inzwischen seien die Behörden aber bereit, die Bevölkerung zu informieren.

Wallström kündigte eine EU-Eingreiftruppe mit Experten und Mitgliedern von Umweltschutzorganisationen an. Nächste Woche will sie einen Koordinator für die internationale und interne Hilfe ernennen. Die UNO-Umwelteinheit Unep ist bereits vor Ort. Finanzielle Soforthilfe bietet das Phare-Programm für grenzüberschreitende Projekte. Für den Fluss Theiß sei ein EU-Programm aufgelegt worden.

Schadensersatzansprüche gegen den australischen Betreiber der Mine müssten die Gerichte klären. Wallström kündigte aber an, das Gefährdungshaftungsrecht daraufhin zu überprüfen, ob es für solche Fälle ausreiche. Außerdem soll bis Ende des Jahres eine Liste aller europäischen Bergwerke erstellt werden, die ähnliche Risiken bergen. dw

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