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Biosphärenkrise

Artenverlust gefährdet Lebenswelt auf Millionen Jahre

BERLIN taz ■ Mit einem dringenden Appell übergab gestern der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) sein Jahresgutachten an die Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, Simone Probst. Weil der Mensch Landschaften und Ökosysteme umwandele, isoliere und zerstöre, sei die Biosphäre in eine tiefe Krise geraten, warnten die Wissenschaftler. Wenn die Politik nicht bald zu wirkungsvollen Maßnahmen greife, sei die Fähigkeit der Natur, ein komplexes Artengefüge wieder aufzubauen, auf Millionen Jahre gestört. Gegen die „sechste Auslöschung“ sei neben weiteren Maßnahmen als Erstes eine Unterschutzstellung von mindestens zehn Prozent der Landesfläche der Erde notwendig. Sonst seien schwerwiegende Beeinträchtigungen der Lebensgrundlagen des Menschen zu befürchten.Der WBGU wurde im Frühjahr 1992 gegründet und berät als unabhängiges Gremium die Bundesregierung.

MRA

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