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Fischer für Gentech-Konvention

Außenminister verlangt vor UN-Vollversammlung Erneuerung der Vereinten Nationen

NEW YORK dpa/rtr ■ Bundesaußenminister Joschka Fischer hat vor der 55. UN-Vollversammlung eine umfassende Modernisierung der Vereinten Nationen gefordert. Zugleich bekräftigte er Deutschlands Bereitschaft zu einer ständigen Mitgliedschaft im Weltsicherheitsrat. „Wenn es uns nicht gelingt, die Vereinten Nationen an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen, dann werden sie ins Abseits geraten, mit fatalen Auswirkungen auf Frieden und Entwicklung, Menschenrechte, Umwelt und sozialen Fortschritt“, sagte der grüne Minister gestern. Er beklagte, „dass die wirklichen Probleme dieser Welt an anderer Stelle behandelt und entschieden werden“.

Konkret regte er eine völkerrechtliche Konvention zur Gentechnik an. Diese „Schicksalsfrage der Menschheit“ könne nur im Rahmen eines globalen Konsenses positiv bewältigt werden. Die Konvention solle die Gentechnik fördern, die Freiheit der Forschung sichern und ein ethisches Fundament definieren.

Für Zentralasien forderte Fischer einen „Regionalprozess, der Kooperation statt Konfrontation fördert“. Diese Region sei ein „Dreieck voller Instabilitäten“, das zu der Krisenregion des 21. Jahrhunderts zu werden drohe. Deutschland sei bereit, sich an einem solchen Stabilisierungsprozess zu beteiligen.

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