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skandal in philippsburg

17 Jahre ohne Sicherheit

Das Restvertrauen in die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke ist in den letzten Wochen schwer erschüttert worden. 17 Jahre lang hat der Betreiber Energie Baden-Württemberg (EnBW) im AKW Philippsburg unbemerkt gegen die Sicherheitsbestimmungen verstoßen: Regelmäßig waren die Tanks des Not- und Nachkühlsystems für den Reaktorblock II zu gering gefüllt gewesen. Im Notfall wäre nicht genügend Kühlmittel für den Reaktor vorrätig gewesen. Bei EnBW traten wegen des Vorfalls zwei Vorstandmitglieder zurück, der zuständige Umweltminister von Baden-Württemberg, Ulrich Müller (CDU), dagegen blieb im Amt. Wegen der Pannen hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin angeordnet, das Sicherheitsmanagement aller deutschen AKWs zu überpüfen. Am verganenen Freitag räumte EnBW ein, auch in ihren Atomkraftwerken Obrigheim und Neckarwestheim seien die Füllstände in den Kühlsystemen zu gering gewesen.

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