: Sicherheitsrisiko Baum
Glatte Platten sollen Flucht aus geschlossenem Heim in Ohlsdorf verhindern. Baum wird dennoch gefällt
Die Art der Sicherung des geschlossenen Heims für straffällige Jugendliche in der Feuerbergstraße ist nach einer Baubegehung am Dienstag „endgültig geklärt“. Das berichtet Klaus-Dieter Müller, Leiter des Projekts „geschlossene Unterbringung“ in der Sozialbehörde. Müller: „Es wird keine Eisenspitzen und keinen Stacheldraht geben.“ Stattdessen würden an der Dachkante des einstöckigen Atriumsbaus in Ohlsdorf „glatte Platten“ befestigt, die ein Übersteigen unmöglich machen.
Stacheldraht und Eisenspitzen würden wegen ihres Symbolwerts abgelehnt und, weil sie eine Verletzungsgefahr darstellen. „Außerdem wird die Betreuung in der Einrichtung sehr dicht sein“, sagt Müller, so dass eine Flucht nicht wahrscheinlich sei.
Wie berichtet, sollen zum 1. Dezember zunächst zwölf Plätze für die geschlossene Unterbringung in einem Atriumbau ernstehen. In dem Hof steht ein 40 Jahre alter Trompetenbaum, gegen dessen Fällung die GAL-Nord protestiert. „Unsere Bauleute hatten anfänglich Bedenken, was die Standsicherheit betrifft“, sagt Müller zur taz. Die erneute Begehung habe ergeben, „dass er als Sicherheitsrisiko betrachtet werden muss“. Die Sozialbehörde werde beim Bezirk jetzt eine Fällgenehmigung beantragen. kaj
Nur noch 460 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen