piwik no script img

Speichelproben harren Analyse

Knapp fünf Monate nach dem so genannten Babyklappenmord in Berlin kommen die Ermittlungen nicht wesentlich voran. Mit der DNA-Analyse umfangreicher Speichelproben sei noch nicht begonnen worden, da erst Preisangebote von auswärtigen Laboren eingeholt werden mussten, sagte Justizsprecher Björn Retzlaff am Dienstag. „Hier wird aber nichts verzögert“, wies der Sprecher einen entsprechenden Bericht des Tagesspiegel von gestern zurück. Das polizeieigene Labor allein wäre mit dem Massentest überlastet, sagte Retzlaff. Deshalb werde Unterstützung von außen geprüft. Die Staatsanwaltschaft müsse entscheiden, wer die Proben auswertet. Bislang gebe es noch keine Hinweise darauf, wer den erstochenen Säugling in die Babyklappe des Krankenhauses Waldfriede in Zehlendorf gelegt hat, so der Sprecher. Vor etwa acht Wochen waren von Mitarbeitern der Klinik rund 450 Speichelproben genommen worden. Weder Phantombilder noch Hinweise aus der Bevölkerung hatten die Polizei weitergebracht. DPA

taz lesen kann jede:r

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen