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ursula neumann

Ihre Kompetenz wurde ihr zum Verhängnis: Ursula Neumann, Professorin für Interkulturelle Bildung, wurde Ende Juni nicht nur ihres Amtes als Ausländerbeauftragte des Senates enthoben – selbiges wurde gleich ganz abgeschafft. Weil die 256.000 HamburgerInnen ohne deutschen Pass keine „Anwältin“ mehr brauchen, meinte Sozialsenatorin Birgit Schnieber-Jastram (CDU). Proteste von MigrantInnenorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften und ParteikollegInnen aus dem Bundesgebiet blieben ohne Wirkung. Dabei hatte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) noch im Februar bei einem persönlichen Gespräch Neumanns Vorschläge zur Hamburger Integrationspolitik unterstützt. Diese soll nun aber der neue Integrationsbeirat gestalten, dessen Mitglieder zu einem Drittel „zufällig“ Funktionäre der Regierungsparteien sind. Neumann kehrte zurück an die Uni, ihr Arbeitsstab wurde fast komplett auf fachfremden Posten kaltgestellt. hedi

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