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zurück in die zukunft

Mit einem Tap auf den Handybildschirm kann man heutzutage die eigene Stimme in Form einer Sprachnachricht durch die Welt senden. Superpraktisch, sagen die einen. Sehr nervig, sagen die anderen, wenn ein*e Freun­d*in ihnen mal wieder acht Minuten Gebrabbel aus dem Alltag zugesendet hat. Vor 150 Jahren war das noch nicht so leicht, was den Erfinder Thomas Edison auf den Plan rief. 1877 kündigte er den Phonographen an, wörtlich aus dem Griechischen übersetzt bedeutet das Klangschreiber. Eine passende Übersetzung, denn genau das tut Edisons Maschine auch: Über einen Trichter fängt sie Töne ein; eine Nadel, die an einer Membran befestigt ist, bewegt sich mit den Schwingungen der Töne und verewigt sie in einer Wachsrolle. Sonderlich langlebig war Edisons Erfindung nicht, bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Wachsrolle durch das Aufkommen der Schallplatte nach und nach abgelöst. Über den Phonographen hinaus besteht aber der Wunsch, Töne zu konservieren – womit wir wieder bei der Sprachnachricht wären. Der technologische Fortschritt der vergangenen Jahre und Jahrzehnte hat das deutlich vereinfacht. Statt Schallplatten dudelt heutzutage die Musik von Streamingdiensten, und statt einer SMS schicken sich Menschen eben minutenlange Sprachnachrichten. Selbst für den Erfinder Edison wäre das vor 150 Jahren vermutlich unvorstellbar gewesen. Yannik Achternbosch

Zukunftsbilder aus der Vergangenheit

und was man aus ihnen lernen kann, erkunden wir hier in jeder Ausgabe.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen