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zurück in die zukunft

Die Pfannkuchen kommen aus dem Roboter, aber gedruckte Tageszeitungen gibt es immer noch: Szene aus der Sci-Fi-Zeichentrickserie „Die Jetsons“, die 1962 in den USA ins Fernsehen kam. Foto: United Archives/imago

Ein Staubsauger, der allein durch die Wohnung fährt und sauber macht, wenn wir nicht da sind? Ein Fernseher, auf dem wir unsere Lieblingssendung schauen können, wann wir wollen, statt nur donnerstags um 18.15 Uhr? Manche Haushaltsutopien der Vergangenheit sind heute mit Smart TV und Saugroboter Gegenwart geworden. Vielleicht auch deswegen, weil die Ideen offenbar banal naheliegend sind. Auf diesen Gedanken kommt man zumindest, wenn man die Zeichentrickserie „Die Jetsons“ schaut, die Anfang der sechziger Jahre in den USA lief. Der Familienalltag der Zukunft besteht darin aus fliegenden Autos und allerlei Robotern als Haushaltsgehilfen. Vater George, Mutter Jane, Teenagerin Judy, Kind Elroy und Hund Astro versammeln sich morgens zum Beispiel um ihren sogenannten „Menülator“. Damit ist Kochen leicht gemacht: Eine kurze Tastenkombination genügt, und frische Pfannkuchen türmen sich auf die Teller, bereit zum Verzehr.

Auch wenn die Geräte, die man heute kaufen kann, anders aussehen, zeigt die Serie: Die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen sind immer noch weitgehend die gleichen. Und sogar Roboter-Haushaltshilfe Rosie will zwischendurch gern mal vor dem Smart TV chillen. Nathan Pulver

Zukunftsbilder aus der Vergangenheit

und was man aus ihnen lernen kann, erkunden wir hier in jeder Ausgabe.

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