zurück in die zukunft:
Irre, dass der Hersteller A.C. Gilbert Company auf diese Idee kam – aber Atombomben hatten der USA nun mal zum Sieg im Zweiten Weltkrieg verholfen. Vielleicht wollten sie deshalb, dass sich ihre Kinder weiter mit Uran beschäftigen? Jedenfalls bezweckt das Gilbert U-238 Atomic Energy Set genau das: Anfang 1950 konnten Kinder in ihrem eigenes Atomenergielabor mit radioaktiven Substanzen experimentieren. Der Spielzeugkoffer enthielt Döschen mit gesundheitsschädlichen Uranmineralien, einen Geigerzähler, Gummibälle und ein Spinthariskop, das Strahlung sichtbar machen kann. Glücklicherweise wurden nur knapp 5.000 Exemplare verkauft, denn das Spielzeug kostete mit 50 Dollar ein Vermögen für damalige Verhältnisse. Experimentierkästen gibt es immer noch – aber heute üben Kinder, anstelle von Atomreaktoren Solaranlagen oder kleine Windturbinen zu basteln. Shoko Bethke
Foto: CC BY-SA 4.0
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen