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wortwechselSommer, Bundeswehr, Mode, Mut und Denkmal

Noch mehr Lob für den Bericht der 15-jährigen Jette. Dafür wird ein Artikel über Blümchenkleider getadelt und die Auflistung der schlechtesten Liga der Welt

Die ideale Temperatur zum Schlafen liegt nachts bei 19 Grad Foto: Joseph Giacomin/Connect Images/getty images

Hermannsdenkmal

„Krieger im Minirock“,

wochentaz vom 23. 8. bis 29. 8. 25

Da hat Jan-Paul Koopmann einen amüsanten Bericht übers Hermannsdenkmal verfasst! Kurzer Blick nach rechts: GröFaZ- Hitler soll den Hermann überhaupt nicht gemocht haben. Schließlich war Arminius Fahnenflüchtiger der römischen Armee und hinterlistiger Bekämpfer seines eigenen Feldherrn Varius – sozusagen der Stauffenberg der Antike.

Rechtsextreme Dumpfbacken haben damit natürlich kein Problem, immerhin war ja Hitler nach AfD-Chefin Weidel kein Nazi, sondern Kommunist.

Jürgen Lange, Falkensee

Sommerhitze

„Im Bett wird’s hot“,

wochentaz vom 30. 8. bis 5. 9. 25

Vielen Dank für diesen tollen Artikel, Ihre Forschungsarbeit und überhaupt …! Wir haben an ganz heißen Tagen mit Paketband eine Rettungsfolie außen vor die der Sonne ausgesetzten Scheiben geklebt. Das Zimmer war halbschattig und angenehm kühl, weil die Sonnenstrahlen komplett reflektiert wurden. Das wirkt besser als Außenrollläden, die auch schon helfen. Pro qm Fensterfläche kann die Sonne im Sommer bis über 1.000 Watt Wärme ins Zimmer strahlen; das ist dann so viel Energie, als ob der Heizlüfter den ganzen Tag auf Stufe 2 stehen würde.

Martin Schinke, Sprockhövel

Rückkehr des Blumenkleides

„Sex, Macht, Blume, Königin“,

wochentaz vom 23. 8. bis 29. 8. 25

Ich muss gestehen, ich habe den oben genannten Artikel zweimal gelesen. Meint Frau Wagner das ernst oder habe ich die Ironie übersehen? Ich fand sie nicht und vermute, sie meint es ernst!

Ernst mit niedlich, ernst mit der ausgiebigen Beschreibung der Kledage von Königin Mary von Dänemark, ernst mit „Am Pariser Hof“ – wo war die Französische Königin gerade? –, ernst mit der Quellenangabe adelswelt.de, ernst mit dem Spoilern von „Babygirl“, ernst mit der Erwähnung des Kleides der Bundestagspräsidentin, das war doch die, die so viel Unwillen wegen ihres Auftritts in Koblenz auf sich zog …

Ich gestehe, dies alles ist mir bislang unbekannt geblieben und das aus gutem Grund! Ich gestehe auch, dass ich ein wunderschönes Kleid mit Poppies habe, auch wegen meiner politischen Gesinnung – aber Wagner-Beiträge wie dieser in der wochentaz?

Nicht im Ernst, oder?

Eleonore Wolf, Frankfurt a. M.

Viel Kraft für Jette

„Zecke? Nehm ich als Kompliment“,

wochentaz vom 26. 8. bis 4. 9. 25

Ein beeindruckender Einblick in den alltäglichen Rechtsradikalismus in der brandenburgischen Provinz. Wie reflektiert und mutig die Autorin ihre Haltung erklärt und lebt, ist inspirierend.

Sich in diesem Umfeld mit 15 Jahren gegen den Strom zu stellen, das nötigt größten Respekt ab. Dennoch ist es nicht zu einer Abrechnung mit ihrer Heimat geworden, sondern betont sogar die liebenswerten Aspekte.

Als Leser wünscht man den Menschen in Lauchhammer, die Autorin möge ihre nächste Bürgermeisterin werden.

Stephan Sonntag, Obersulm

Eine wunderbare Beschreibung, inhaltlich und stimmig für eine Haltung. Chapeau. Mein Dank, meine Solidarität gehen an Jette für diesen hell- und einsichtigen Text.

Meine Hoffnung, mein Wunsch: dass sie Unterstützung bekommt, wenn sie besonders – und jetzt erst recht – aufgrund dieser Veröffentlichung angefeindet wird. Mein Fazit: Auch in dunklen Zeiten gibt es eine hell leuchtende Kerze.

Gerd Lütjens, Hamburg

… der jungen Jette ein ganz, ganz dickes Lob und Danke. Vorbildliche Haltung! Ich wünsche ihr viel Kraft: denn ich kann mir denken, dass es für sie jetzt nicht viel leichter wird! Chapeau!

Rolf Burgtorf, Burscheid

Liebe taz-Redaktion,

schön, dass Sie einer so reflektierten Schülerin so viel Aufmersamkeit und Raum geschenkt haben – der Artikel ist ein hervorragendes Beispiel für Zivilcourage und sollte in jeden Lehrplan aufgenommen werden.

Simon Thiel, Wiedergeltingen

Herzlichen Dank für diesen wunderbaren Artikel von Frau Poensgen! Er birgt Hoffnungen auf Auswege, trotz aller deprimierenden Feststellungen.

Was tun in Lauchhammer und allen anderen ähnlichen Regionen? Grund und Boden neu verteilen? Existenzgrundlagen durch digitale Vernetzungen ermöglichen? Lebensfreude wecken durch kulturellen Austausch, Selbsthilfeprojekte mit Genossenschaftsmodellen, Gegenmodelle zur Abhängigkeit großer Konzerne beziehungsweise Institutionen …?

Solche Artikel sind es jedenfalls, weshalb bei uns die taz gelesen wird.

Matthias Frinken, Hamburg

taz-Propaganda

„Eine attraktivere Bundeswehr braucht keine Zwangsrekrutierung“,

wochentaz vom 30. 8. bis 5. 9.

„Wollen wir wirklich bestreiten, dass Deutschland leider eine größere Armee braucht, um langfristig einen Angriff aus Russland zu verhindern?“ Ääähhh: Ja?! Was soll diese wirklich subtile Frage? Zugegeben ist dies nicht das erste Mal, dass sie gestellt wird. Sie ist Teil der omnipräsenten Propaganda, die uns tagtäglich einreden will, morgen würden die bösen Russen kommen und deswegen müssen wir natürlich mächtig aufrüsten.

Es ist wirklich erschreckend, dass sich die taz an dieser falschen Propaganda beteiligt.

Hans-Peter Piepho, Ostfildern

Bundesliga Männer

„Die schlechteste Liga der Welt“,

wochentaz vom 16. 8. bis 22. 8. 25

Ich lese gerade die wochentaz und bekomme Schnappatmung. Unter der Überschrift „Die schlechteste Liga der Welt“ werden da, „alle“, wie es in der Unterüberschrift heißt, Klubs der Fußball-Bundesliga der Männer vorgestellt – mit dem Fazit „Viel zu erwarten ist da nicht“. Kein Wunder, wenn Ihr den charmantesten Klub der Liga einfach mal so weglasst, vergessen, übersehen, was weiß ich. Was soll das?

Wie soll ich das verarbeiten? Seit Jahrzehnten lese ich die taz im Abo, preise sie immer wieder bei Freunden und Bekannten an, seit über 50 Jahren bin ich FC-Fan. Ich verliere jeglichen Halt mit dieser Seite. Wie soll ich weitermachen? Ich verlange eine angemessene Entschädigung.

Elmar Darimont

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