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was macht eigentlich ...Michael Blumenthal?

Preise bekommen

Die Freude beim Geehrten war groß. So groß, dass er sich seinen Preis nicht einmal persönlich abgeholt hat. Aber egal: Werner Michael Blumenthal, Generaldirektor des Jüdischen Museums in Berlin, ist am Freitag „in Abwesenheit“ mit der Goethe-Medaille geehrt worden, die seit 1922 alljährlich für Verdienste um die deutsche Sprache im Ausland und den internationalen Kulturaustausch verliehen wird.

Das Nichterscheinen Blumenthals schmälert allerdings keineswegs dessen Leistungen. Der in Oranienburg geborene amerikanische Staatsbürger habe einen „maßgeblichen Beitrag zur deutschen Erinnerungspflicht“ geleistet, sagte in ihrer Laudatio die langjährige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und designierte Präsidentin des Goethe-Instituts, Jutta Limbach. Insbesondere hat der frühere US-Finanzminister den Berlinern das Jüdische Museum geschenkt, jenes architektonisch auffällige Gebäude, das seit seiner Eröffnung im September 2001 die Massen anzieht – übrigens sehr zur Freude Blumenthals. Der hatte schließlich selbst einmal gesagt, wichtig sei, „dass tausende von Leuten kommen“, und alle professoralen Warnungen vor einem „Mickymausmuseum“ kühl zurückgewiesen: „Was die Snobisten sagen, ist mir egal.“ TRO

FOTO: AP

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