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was macht eigentlich ... … die Konkurrenz?

Keine Interviews kriegen

Es ist normal, wenn Journalisten stolz sind, gute Informationsquellen zu haben. Es kommt auch vor, dass sich Kollegen damit brüsten, einen ganz besonders kurzen Draht zur Macht zu haben. Eher ungewöhnlich ist, wenn sie das Gegenteil in alle Welt herausschreien: „Wowereit redet nicht mit der BZ“, jammerte das Blatt gestern auf der Titelseite: „Herr Regierender, was haben die BZ-Leser Ihnen nur getan, dass Sie sie so behandeln?“

Was hat die sonst so harten Jungs vom Brutalboulevard weinerlich gestimmt? Wowereits Sprecher verwies gestern auf die „Freiheit, ein Interview auch nicht zu geben“. Die taz teilt die Erfahrung übrigens: Ältere Kollegen berichten, dass sich Eberhard Diepgen 15 lange Jahre lang einem Interview mit dieser Zeitung verweigerte. Der amtierende Regierende fand gestern Zeit für ein Interview. Allerdings nicht bei der BZ, sondern bei der der Boulevardkonkurrenz vom Berliner Kurier. ROBIN ALEXANDER

AUSRISS: BZ

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen