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was für eine woche„Die Bundesregierung darf nicht vergessen, dass sie am langen Hebel sitzt“

Cem-Odos Gueler

Was für ein Herumgepolter. Donald Trump stellt mal wieder Überlegungen an, die Zahl der US-Truppen in Deutschland zu reduzieren. Gut, dass sich der Kanzler diesmal davon nicht beeindrucken lässt. Noch besser wäre es, wenn Friedrich Merz seiner deutlichen Kritik an der Kriegsführung in Iran Taten folgen ließe. So könnte die Bundesregierung den USA die Nutzung der Basis in Ramstein für den völkerrechtswidrigen Einsatz verbieten.

Cem-Odos Gueler ist Redakteur im Parlamentsbüro.

Vielleicht würde Trump dann selbst merken, dass ein Abzug aus Deutschland für die USA gravierende Folgen hätte. Ein über Iran abgeschossener amerikanischer Kampfpilot wurde in dem größten ausländischen Militärkrankenhaus der USA behandelt – es befindet sich im pfälzischen Landstuhl. Hält Trump die über Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur, die das Rückgrat der globalen US-Machtprojektion bildet, wirklich für verzichtbar?

Es ist so durchschaubar: Mit seinem Poltern möchte der US-Präsident den Druck auf alle um ihn herum erhören, ihn bei seinem Iran-Harakiri doch noch aktiv zu unterstützen. Wenn die Bundesregierung hier nicht vergisst, dass sie durchaus über einen langen Hebel verfügt, was die US-Truppen in Deutschland angeht, ist alles gut.