was fehlt ...: ... echte Probleme
Irgendwie muss sich das Britische Konsulat wohl unklar ausgedrückt haben. Anders lassen sich jedenfalls die kuriosen Hilferufe Reisender in den letzten Monaten nicht erklären.
Reisenden, die im Ausland in Schwierigkeiten stecken, stellt das Auswärtige Amt in Großbritannien einen Hilfsservice bereit. Das Angebot wird laut BBC gut genutzt. Leider nur für den falschen Zweck. In den letzten Monaten beanspruchten Hilfesuchende die Mitarbeiter mit Fragen nach Phil Collins' Telefonnummer oder Prince Charles' Schuhgröße.
Doch es gibt auch echte Härtefälle: Ein Mann wandte sich hilfesuchend an das Konsulat, weil ihn seine Domina am Flughafen ausgesetzt hatte. Ähnlich kurios ist es bei anderen Ämtern. In Sidney quälte eine Frage einen Mann so sehr, dass er die Mitarbeiter anrief und fragte, welche Kleidung er für seine Reise einpacken solle. In Bulgarien bat ein Brite das Konsulat gleich um einen kleinen Gefallen: ob man nicht sein Haus für ihn verkaufen könne.
Jeremy Browne, Minister für Konsularangelegenheiten, versucht das Missverständnis aus der Welt zu räumen: "Unsere Priorität ist es, Menschen mit echten Problemen im Ausland zu helfen und das können wir nicht gewährleisten, wenn Leute versuchen uns als Bedienstete einzuspannen." Ach so! Hätte das mal jemand früher gesagt.
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