: was bisher geschah
Weg zur Unabhängigkeit
Die nach der Nelkenrevolution in Portugal überhastet für unabhängig erklärte südostasiatische Kolonie Osttimor wurde im Dezember 1975 von Indonesien erobert und später annektiert. Nach Jahren blutiger Unterdrückung mit rund 200.000 Toten bei nur geringer internationaler Empörung ließ Indonesien im August 1999 eine von der UNO durchgeführte Volksabstimmung zu. Dabei entschieden sich knapp 80 Prozent für die Unabhängigkeit. Im Anschluss verwüsteten proindonesische Milizen die Inselhälfte. Mindestens 1.500 Menschen kamen dabei ums Leben, hunderttausende flohen in die Berge oder ins indonesische Westtimor. Auf der westlichen Inselhälfte leben noch heute rund 100.000 Flüchtlinge. Eine von Australien geführte internationale Friedenstruppe (Interfet) konnte den Terror im Oktober 1999 beenden und wurde später in eine der UN-Übergangsverwaltung (Untaet) unterstellte Friedenstruppe (Untaet PKF) umgewandelt, die 10.500 Soldaten und Polizisten aus 30 Ländern umfasst. Die UNO soll das von ihr seit dem 25. Oktober 1999 verwaltete Territorium wieder aufbauen und in die Unabhängigkeit führen. Dafür plant Untaet als Nächstes für den 30. August Wahlen zu einer Verfassunggebenden Versammlung. HAN
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