was alles der wm nicht fehlt:
Verluste: Das frühe Scheitern des deutschen Teams kostet den DFB viel Geld. „Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro“, so Schatzmeister Stephan Grunwald. Näheres wisse man aber erst im Herbst. Das Bundestrainer-Aus ist nicht in das Defizit eingerechnet. Die Zahlungen ans Ex-Trainerteam für die vorzeitige Trennung sollen sich auf zusätzliche 6,8 Millionen Euro belaufen. Hinzu kommen das Gehalt und möglicherweise eine Ablösesumme für Wunsch-Nachfolger Jürgen Klopp. Der Gesamthaushalt sei aber auf eine schwarze Null ausgelegt, so Grunwald „da wir im Verband die Möglichkeit haben, Projekte bei Bedarf herunterzufahren beziehungsweise zu skalieren“.
Verunglimpfung: Stürmer Alexander Sørloth ist nach Norwegens WM-Ausscheiden in den sozialen Medien massiv beleidigt worden. Seine Partnerin Lena Selnes veröffentlichte diverse Kommentare, die sie über Instagram erreicht haben. „Bitte begehe Selbstmord, du Idiot“, hieß es dort sowie: „Sag deinem Mann, dass er Norwegen verlassen und von einer Klippe springen soll“ und „Ich werde ihn töten“. Die Norweger hatten im Viertelfinale gegen England am Samstag unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Sørloth vergab in der ersten Halbzeit beim Stand von 1:0 für die Skandinavier eine gute Gelegenheit. Diese Szene könnte die Hasskommentare im Internet provoziert haben.
Verpflichtung: Der frühere Bundesliga-Profi Slaven Bilić, 57, wird abermals Trainer der kroatischen Nationalmannschaft. Das teilte der kroatische Fußball-Verband am Montag mit, ohne eine Vertragslaufzeit zu nennen. Bilić, der „die Feurigen“ bereits zwischen 2006 und 2012 betreut hatte, folgt auf Coach Zlatko Dalić. Dieser war nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Portugal (1:2) zurückgetreten. Bilić war von 1993 bis 1996 beim Karlsruher SC als Verteidiger aktiv und bestritt einst selbst 44 Länderspiele (drei Tore). Als kroatischer Nationaltrainer erreichte er 2008 das EM-Viertelfinale. Die WM 2010 verpasste die kroatische Nationalmannschaft unter seiner Führung, bei der EM 2012 war in der Vorrunde Schluss. Zuletzt trainierte er den saudischen Erstligisten Al-Fateh.
„Verantwortlicher“: Die umstrittene Begnadigung von US-Nationalspieler Folarin Balogun war offenbar die Entscheidung eines einzigen Funktionärs. Nach Informationen der Times setzte der Emirati Mohammad Al-Kamali, Vorsitzender der Disziplinarkommission der Fifa, die Sperre im Alleingang zur Bewährung aus. Die 17 weiteren Mitglieder des Gremiums seien nicht einbezogen worden. Solch eine Einzelentscheidung ist bei Disziplinarverfahren nicht unüblich. Bei wichtigen Fällen entscheiden aber häufig drei Ausschussmitglieder gemeinsam.
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