was alles der wm nicht fehlt:
Ägyptischer WM-Boykott: Der ägyptische Fußballverband dringt nach dem Schiedsrichter-Ärger beim 2:3 im WM-Achtelfinale gegen Argentinien auf ein juristisches Nachspiel. Er habe Beschwerde gegen den französischen Referee François Letexier und seine Assistenten eingereicht, sagte Verbandspräsident Hany Abo Rida nach dem Spiel vor Reportern im Mannschaftshotel. Zudem habe er den Ausschluss des Schiedsrichterteams vom Turnier gefordert. Dieses habe entscheidende Fehler gemacht. Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan kündigte seinen ganz persönlichen WM-Boykott an. „Ich verspreche Ihnen: Sobald ich zurück bin, werde ich die Spiele dieser Fifa-Weltmeisterschaft nicht mehr verfolgen“, sagte er. „Das ist mein innerer Kampf, mein innerer Protest, meine eigene Art, meine Stimme zu erheben und mich zu wehren.“ Für ihn stehe fest: „Ich werde nicht mehr weiterschauen, kein einziges Spiel dieses Turniers.“
Französischer Argwohn: Der Fußball-Weltverband hat für das erste Viertelfinalspiel dieser WM den argentinischen Referee Facundo Tello angesetzt, was in den französischen Medien mit Verwunderung aufgenommen wurde. Zwischen Frankreich und Argentinien herrscht eine große Rivalität. 2022 gewann Argentinien das WM-Finale gegen die Équipe Tricolore im Elfmeterschießen, vier Jahre zuvor hatte Frankreich die Südamerikaner auf dem Weg zum Titel in einem denkwürdigen Achtelfinale (4:3) ausgeschaltet. Frankreichs Nationalspieler Dayot Upamecano zeigte sich entspannt: „Ich konzentriere mich nicht darauf, wer der Schiedsrichter ist. Das haben wir noch nie gemacht.“ Umgekehrt hatte der Franzose François Letexier das WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten (3:2) geleitet. Beschweren konnten sich die Argentinier nicht, vielmehr waren die Ägypter wegen einiger Entscheidungen aufgebracht.
Schweizer Freude: Die Schweiz hat nach einem Elfmeter-Krimi Kolumbien aus dem Turnier geworfen und darf erstmals seit 1954 wieder im Viertelfinale einer Fußball-WM antreten. Das 4:3 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen beschert dem Team um Kapitän Granit Xhaka das heiß ersehnte Duell mit Argentiniern. Der ehemalige Augsburger Ruben Vargas verwandelte den entscheidenden Elfmeter.
Belgischer Frust: Für Belgiens Mittelfeldspieler Amadou Onana ist die WM beendet. Wie der belgische Fußballverband mitteilte, riss sich Onana beim 4:1 im Achtelfinale gegen die USA das rechte vordere Kreuzband. Der 24-Jährige war in der 21. Minute ausgewechselt worden. Onana will beim Viertelfinale gegen Spanien am Freitag (21 Uhr/MESZ) in Inglewood bei Los Angeles im Stadion sein.
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