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was alles der wm nicht fehlt

Erfolgreiche Amis: Die US-Fußballer träumen dank eines Sieges in Unterzahl gegen Bosnien-Herzegowina weiter von einer erfolgreichen Heim-Weltmeisterschaft. Das Team um Superstar Christian Pulisic bezwang die Mannschaft von Trainer Sergej Barbarez im Sechzehntelfinale mit 2:0 (1:0). Folarin Balogun und Malik Tillman ließen mit ihren Toren die meisten der 68.827 Zuschauerinnen und Zuschauer frenetisch jubeln. Weil Balogun eine umstrittene Rote Karte sah, mussten die Co-Gastgeber rund 30 Minuten zu zehnt spielen. Für die Bosnier um Alt-Stürmer Edin Dzeko endet die erste WM-Reise seit 2014 und die zweite jemals. Im Achtelfinale geht es für die USA nun gegen Belgien.

Taumelnde Belgier: Belgien hat ein fulminantes Comeback hingelegt und den nächsten heftigen Tiefschlag mit großer Moral abgewendet. Das Team um Doppeltorschütze Youri Tielemans gewann sein Sechzehntelfinale gegen Senegal in Seattle nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 nach Verlängerung und ist trotz eines über weite Strecken schwachen Auftritts ins Achtelfinale eingezogen. Habib Diarra und Ismaila Sarr hatten die West­afrikaner in Führung gebracht. In der Schlussphase wurde es dann hektisch. Romelu Lukaku in der 86. und Tielemans in der 89. Minute glichen aus. Ganz am Ende der Verlängerung verwandelte dann erneut Tielemans (120.+5) einen Foulelfmeter.

Kritische Fußballrentner: Frühere Welt- und Europameister fordern nach dem deutschen WM-Aus einen Neuanfang. „Es darf so nicht weitergehen“, schrieb der langjährige Natio­nalspieler Guido Buchwald im Kicker. „Alle und alles muss hinterfragt werden.“ Sein Weltmeister-Kollege von 1990, Jürgen Kohler, sagte: „Gescheitert ist die DFB-Auswahl auch, weil ihr Spieler fehlten, die den Unterschied ausmachen.“ Im Kicker äußerten neben Buchwald und Kohler auch die 1990er-Weltmeister Andreas Möller und Olaf Thon sowie Fredi Bobic, Europameister von 1996, ihre Sorgen. In Teilen zählten sie Bundestrainer Julian Nagelsmann an. „Es braucht nun einen Neuanfang. Ich weiß nicht, ob Julian Nagelsmann dafür der Richtige ist“, sagte Thon. Er führte allerdings auch das Beispiel Berti Vogts an, der nach einer enttäuschenden WM 1994 weitermachen durfte und 1996 den EM-Titel holte. Vogts habe damals bewiesen, „dass er das Team zurück an die Spitze führen kann“, sagte Thon. Bobic forderte, es müsse jetzt „eine große Aufarbeitung folgen mit offenem Ende in allen Bereichen“. Möller sagte, es sei klar, dass in „einer großen Fußballnation wie Deutschland jetzt eine Trainerdiskussion aufkommt“. Dazu merkte er an: „Auch beim Trainer ist nicht der klangvollste Name entscheidend, sondern, dass er zur Mannschaft passt, sich auf die Stärken und Schwächen seiner Spieler einlässt.“

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