was alles der wm nicht fehlt:
Rote Zahlen: Der DFB verpasst durch das überraschend frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM wie auch bei den letzten beiden Weltmeisterschaften viele Millionen Euro. Für das Erreichen der ersten K.-o.-Runde erhält der DFB vom Weltverband Fifa 11 Millionen US-Dollar (9,66 Millionen Euro). Jeweils das Achtelfinale und das Viertelfinale hätten 4 weitere Millionen Dollar gebracht. Der künftige Weltmeister erhält eine 50-Millionen-Dollar-Prämie, 2014 waren es für Deutschland 35 Millionen Dollar. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sagte, dass es für eine europäische Nation ohne Halbfinaleinzug schwer sei, „wirtschaftlich schwarze Zahlen zu schreiben“.
Ein neuerlicher Rücktritt: Manuel Neuer hat nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft sein endgültiges Karriereende im DFB-Trikot bestätigt. In einem ARD-Interview antwortete er auf die Frage, ob das Paraguay-Spiel sein letztes Länderspiel gewesen sei, mit einem knappen „Ja“. Bereits nach der EM 2024 hatte der heute 40-Jährige seinen Rücktritt aus dem Team erklärt. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Neuer jedoch vor der WM 2026 wieder als Nummer eins zurückgeholt. Die Entscheidung hatte vor allem aufgrund der Degradierung von Oliver Baumann für Diskussionen gesorgt. Neuer selbst sagt, dass es extrem bitter sei, so aufzuhören.
Ein Treuebekenntnis: DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat Julian Nagelsmann unmittelbar nach dem WM-Aus gegen Paraguay den Rücken gestärkt. „Ich bin immer noch überzeugt davon, dass er der Richtige ist“, sagte Völler. Nagelsmann sei „die richtige Person am richtigen Ort“. Sein Vertrag beim DFB läuft noch bis nach der EM 2028 – ebenso wie der von Völler. „Wenn man in so einer Form ausgeschieden ist, werden es viele nicht verstehen“, sagte Völler und bekräftigte: „Ich finde immer noch, er ist ein absoluter Toptrainer.“ Jeder wisse, wie er zum Bundestrainer stehe. Nagelsmann hatte im September 2023 die Nachfolge von Hansi Flick angetreten. Er war damals „die Wunschlösung“ von Völler.
Ein Familienstreit: Ex-Weltmeister und WM-Dauerexperte Lothar Matthäus macht unter anderem den Besuch von Spielerfrauen für das DFB-Aus im Sechzehntelfinale verantwortlich. Er sagte: „Im Endeffekt gab es doch viel Unruhe, die zwar nicht rübergekommen ist. Aber trotz alledem lag der Fokus einfach nicht auf dieser Weltmeisterschaft. Es war immer ein freier Familientag und noch ein freier Familientag.“ Das erinnert doch stark an die WM 1994 in den USA. Da war Deutschland mit Matthäus als Spieler im Viertelfinale gegen Bulgarien (1:2) gescheitert. Damals hatte es permanent Streit über die Anwesenheit von etlichen Spielerfrauen in der Unterkunft der DFB-Auswahl gegeben.
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