was alles der wm nicht fehlt:
Rudernde Fans: Norwegens WM-Fans erobern nun auch den Baseball. Zahlreiche norwegische Fußballfans besuchten das Baseballduell zwischen den New York Mets und den Chicago Cubs. Bestens gelaunt skandierten sie in ihren roten Trikots Gesänge, legten eine kollektive Rudereinlage hin und machten auf der Tribüne auch eine Art Polonaise. Mit der Ruderchoreografie haben sich die norwegischen Fans einen Namen gemacht. Die Aktion, die manche als „Viking Row“ bezeichnen, ist eine Art Weiterentwicklung des von Island bei der EM 2016 zelebrierten „Viking Clap“. Nun wird zu schneller werdenden Trommelschlägen und „Huh!“-Rufen der Fans nicht geklatscht, sondern gerudert.
Trauernder Trainer: Arm in Arm stehen Frankreichs Nationalspieler im Nieselregen. Die Köpfe sind gesenkt, die Blicke leer, niemand spricht. In der Schweigeminute verstummt der Lärm dieser WM für einen kurzen Augenblick. Der Kreis, den die französischen Fußballer auf dem Rasen bilden, ist geschlossen und trotzdem klafft eine riesige Lücke: Trainer Didier Deschamps fehlt. Wegen des Todes seiner Mutter ist der Erfolgsarchitekt der Mannschaft mitten in seiner letzten WM für die Équipe Tricolore abgereist, um an der Beerdigung teilzunehmen. Das bislang größte Spiel der Franzosen bei dieser WM gegen Norwegen findet an diesem Freitag ohne den Coach der Mannschaft statt.
Aggressiver Fahrer: Nach Mexikos Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Tschechien hat sich im Ferienort Cabo San Lucas ein Unglück ereignet. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, fuhr ein Auto auf dem Boulevard Lázaro Cárdenas in eine feiernde Menschenmenge. Dabei wurden mindestens 17 Menschen verletzt, welche anschließend in verschiedene Krankenhäuser gebracht wurden. Laut dem Generalsekretär der Stadtverwaltung von Los Cabos, Alberto Rentería Santana, gab ein Fahrer, der in der Gegend unterwegs war, Gas, als er auf der Straße auf eine Gruppe von Menschen stieß. Der mutmaßliche Täter wurde unmittelbar danach festgenommen. Die Ermittlungen laufen.
Abweisender Experte: Jürgen Klopp hat auf eine Frage zu Aussagen von Bastian Schweinsteiger zum Fußball der Elfenbeinküste gereizt reagiert. Wenige Tage zuvor war Schweinsteiger für seine Äußerungen kritisiert worden. Er hatte deren Spiel „bisschen afrikanisch“ und „etwas unorthodox, wild und nicht ganz so von der Taktik geprägt“ bezeichnet. Jürgen Klopp sprach von einem ernsten Thema. Er wisse nicht mal, was man Angemessenes sagen sollte. Der WM-Experte von MagentaTV wurde von der Deutschen Welle darauf angesprochen und reagierte stinksauer. Nachdem er die Reporterin als „überraschenderweise deutsch“ bezeichnet hatte, verließ er die Szenerie.
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