vom verschwinden (9):
Von Steve Braun
Zu DDR-Zeiten war der Staat auf die individuelle Tierhaltung angewiesen, um Nahrungsengpässe auszugleichen. Viele Haushalte auf dem Land hielten Tiere und versorgten sich selbst – Überschüsse wurden abgegeben und mit Geld oder Getreide entlohnt. Auf unserem Hof zeigte sich das besonders: Montags brachten Menschen aus den umliegenden Dörfern ihre Eier zur Annahmestelle meiner Eltern. Mittwochs rollte ein Lastwagen des Volkseigenen Erfassungs- und Aufkaufbetriebs auf den Hof und nahm die Eier mit.
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