unterm strich:
Theater des Jahres spielt in Magdeburg
Heute erscheint das Jahrbuch der Zeitschrift Theater heute. Darin enthalten ist eine Umfrage unter 47 Theaterkritiker:innen des deutschsprachigen Raums. Diese Nominierungen schaffen Aufmerksamkeit, auch über die Theaterwelt hinaus. Diesmal wurde das Schauspiel Magdeburg als Theater des Jahres gewählt, erstmals ein Haus aus einer ostdeutschen Stadt. Das ist überraschend und eine schöne Bekräftigung für das Schauspiel, das sich durch eine kollektive Leitung, junge Regisseur:innen wie Mirijam Loibl und Jan Friedrich und ein Ensemble mit vielen jungen Schauspielern und einigen Altstars auszeichnet. Als Inszenierung des Jahres wurde „Sancta“ von Florentina Holzinger gewählt, darüber können sich viele koproduzierende Theater freuen, unter anderem in Schwerin, die Staatsoper Stuttgart und die Volksbühne in Berlin. Und es ist sicher eine der am meisten getourten Produktionen des Jahres. Schauspielerin des Jahres ist Julia Riedler für „Fräulein Else“ nach Schnitzler am Wiener Volkstheater. Gleich drei Künstler wurden Schauspieler des Jahres: Andreas Döhler, Moritz Kienemann und Thomas Schmauser. Stück des Jahres ist „Frau Yamamoto ist noch da“ von der Dramatikerin Dea Loher, das in einem Panorama kleiner Szenen das Leben, die Einsamkeit und das Missverstehen unter modernen Städtebewohnern beleuchtet.
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