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Wenn am Donnerstag die Berlinale beginnt, werden die Debatten um #MeToo und Pro Quote weitergehen. Die deutsche Schauspielerin Claudia Eisinger, 33, Fernsehzuschauern bekannt aus dem „Tatort“ und der Serie „Zarah – Wilde Jahre“, bekam auf ihren Appell, den roten Teppich der Berlinale als symbolisches Zeichen schwarz zu färben – in Analogie zu den schwarzen Roben der Schauspielerinnen in Hollywood, von der Berlinale bisher keine Antwort. Interessant ist in diesem Kontext eine Studie der Universität Rostock, die am 16. Februar auf der Berlinale vorgestellt werden soll. Regisseurinnen gehen demnach mit Filmfördergeldern effizienter um als ihre männlichen Kollegen. Pro Kinobesucher habe eine Regisseurin durchschnittlich 13 Euro aus Fördergeldern aufgewendet, ein Regisseur hingegen 41 Euro, teilte die Universität am Montag mit. Für die Studie untersuchte die Wissenschaftlerin Elizabeth Prommer 117 deutsche Kinofilme, die im Jahr 2016 herausgekommen waren. In 22 Prozent dieser Filme habe eine Frau Regie geführt. Ein weiterer Befund: Je mehr Frauen einem Filmteam als Regisseurinnen, Produzentinnen oder Drehbuchautorinnen angehören, desto mehr Frauen seien später auch auf der Leinwand zu sehen. Generell seien Frauen im deutschen Kino unterrepräsentiert. „Liegen aber Regie und Drehbuch in weiblicher Hand, sehen wir fast doppelt so viele Frauen auf der Leinwand“, sagte Prommer.

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