taz lab 2026 diskutiert : Deutschlands Politik und die Demokratie
Mit Luisa Neubauer, Karin Prien, Ricarda Lang, Juliane Lang, Katharina Dröge, Elif Eralp, Katja Dietrich, Jan van Aken, Steffen Mau, Nils C. Kumkar, Robin Alexander, Frank Kliem, Podcast Bundestalk und Mauerecho.
taz lab | Friedrich Merz regiert – und es kommt, wie es kommen musste. Die Frage ist nicht mehr, was diese Regierung noch alles anrichtet, sondern was daraus folgt: Wer hält die Demokratie zusammen, wenn der Zeitgeist gerade kräftig woanders hinweht? Das taz lab 2026 holt die wichtigsten Stimmen zusammen:
🐾 Klimaaktivistin Luisa Neubauer eröffnet den Reigen mit „Welche Regierung bilden Sie?“ – einem Gedankenexperiment, das die Zwänge des politischen Apparats für einen Moment beiseitelegt und fragt: Was wäre eigentlich möglich, wenn man wirklich wollte? Eine klimapolitische Mehrheit beispielsweise?
🐾 Gleich doppelt präsent ist die ehemalige Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang: Mit CDU-Politikerin und Bundesministerin Karin Prien streitet sie in „Wie woke darf Politik sein?“ über eine Frage, auf die beide mutmaßlich eine sehr unterschiedliche Antwort haben dürften – und mit Journalist Robin Alexander diskutiert sie in „Schluss mit Progressiv-Gequatsche?“, ob die gesellschaftliche Linke ihre eigene Sprache verloren hat.
AfD unter Nachbarn und die Mamdani Berlins
🐾 Soziologieprofessor Steffen Mau, einer der wohl meistzitierten deutschen Gesellschaftsanalytiker, trifft auf Politikwissenschaftler Nils C. Kumkar: „Polarisierung – na und?“ stellt die provokante These auf, dass die gespaltene Gesellschaft vielleicht gar nicht das eigentliche Problem ist.
🐾 Katharina Dröge, Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, und Jan van Aken, Co-Parteivorsitzender der Linken, stellen sich in „Rot-Grün-Rot – und alles würde gut?" der romantischsten Koalitionsfrage des Jahres – inklusive der unbequemen Nachfrage, warum ein progressives Bündnis im Bund derzeit weitgehend illusorisch scheint.
🐾 Politikwissenschaftlerin Juliane Lang analysiert in „Neue Breitbeinigkeit in der Politik", wie sich Machtsprache und Auftreten im deutschen Diskurs verschoben haben – und was das über den Zustand unserer Demokratie verrät.
🐾 taz-Redakteur Daniel Bax hat mit „Die neue Lust auf links" (Penguin, 2025) das erste Buch zum Comeback der Linkspartei post-Wagenknecht vorgelegt – eine Analyse von innen, die fragt: Woher kommt der Erfolg, wofür stehen Heidi Reichinnek, Jan van Aken und Ines Schwerdtner – und wird die neue Lust auf links von Dauer sein? Und was ist eigentlich mit den vielen Vorbehalten gegenüber der Partei, selbst in progressiven Milieus? taz-lab-Kurator Jan Feddersen wird dazu mit Bax und dem Publikum beim Panel „Die Linkspartei ist super, oder nicht?“ disputieren.
🐾 Elif Eralp, Berliner Linken-Politikerin und Spitzenkandidatin der Partei für die Abgeordnetenhauswahl im September 2026, muss sich in „Sind Sie die Mamdani Berlins?“ an dem Linkspopulisten messen lassen, der gerade New York City aufmischt. Kann das funktionieren – und wenn ja: Will sie das überhaupt? taz-Inlandsredakteur Pascal Beucker wird sie dazu befragen.
🐾 Live auf der Podcastbühne widmet sich auch unser taz-Podcast Bundestalk der aktuellen politischen Lage in Deutschland und darüber hinaus. Es diskutieren die taz-Redakteur:innen Sabine am Orde, Bernd Pickert, Stefan Reinecke und Martina Mescher.
🐾 Wie man mit einer normalisierten AfD in der Nachbarschaft lebt, diskutiert Dennis Chiponda, Host des Mauerecho-Podcasts der taz Panter Stiftung, auf der Podcastbühne mit der perteilosen Bürgermeisterin von Weiswasser (Sachsen), Katja Dietrich und dem Vizepräsidenten der brandenburgischen Feuerwehr, Frank Kliem.
Diese und viele weitere Diskussionen können Sie live im Stream und (sofern Platz) auch vor Ort beim taz-Kongress 2026 am 25. April verfolgen und selber mitdiskutieren. Tickets schon ab 20 Euro und immer inklusive einem Jahr vollen Zugriff auf die tazlab-Mediathek.
🐾 Jetzt Tickets sichern: tazlab.de/tickets