taz Talks: Gegen Empörung und Grausamkeit
Es stehen gleich zwei taz Talks mit prominenten Gästen an. Am Montag, den 2. November, spricht Omid Nouripour mit Andreas Fanizadeh, Kulturpolitischer Chefkorrespondent der taz, und Lisa Schneider, Redakteurin im Auslandsressort der taz, über sein aktuelles Buch „Empört euch nicht!“. Digitale Dauererregung und internationale Krisen; was können wir Populisten entgegensetzen, wie viel Widerspruch und auch Widersprüche wären dabei auszuhalten? Omid Nouripour, 1975 im Iran geboren und als Kind mit seiner Familie in die Bundesrepublik geflüchtet, ist Vizepräsident des Deutschen Bundestages sowie ehemaliger Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Er sagt: Es ist höchste Zeit, einander wieder zuzuhören, statt gleich alles zu verdammen, was nicht ins eigene Weltbild passt.
Am Mittwoch, den 4. November, geht es dann um Faschismus und Psychologie. „Erziehung zur Grausamkeit“ heißt das neue Buch des österreichischen Autors und Journalisten Robert Misik. Es beleuchtet, wie rechte Ideologien heute nicht nur über klassische Parteistrukturen, sondern vor allem über soziale und massenpsychologische Prozesse verbreitet werden. Die Agitation schürt die Wut, will ihre Anhänger:innen in paranoide Charaktere verwandeln, nährt einen Kult der Härte. Misik analysiert, welche Charaktere für das Autoritäre besonders empfänglich sind und welche Pathologien unserer Zeit den Aufstieg der radikalen Rechten begünstigen. Was geschieht mit den Menschen, wenn sie in die Fänge der Propaganda geraten? Mit Misik diskutieren Antonie Rietzschel, Reporterin für Leipziger Volkszeitung und Sächsische Zeitung und Saskia Esken, ehemalige SPD-Parteivorsitzende und seit 2013 Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Die Moderation übernimmt Jan Feddersen, taz-Autor und pensionierter taz-Redakteur für besondere Aufgaben.
Beide Talks finden in der taz Kantine,Friedrichstraße 21 in Berlin, und im Stream statt. Einlass ist um 18.30 Uhr, Beginn um 19 Uhr.Anmeldung, weitere Infos und Links zu den Livestreams gibt es hier: taz.de/live.Der Eintritt ist frei.
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