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taz Talk über Philippinen Von Marcos zu Marcos

Warum sind Familiendynastien in den Philippinen bis heute so mäch­tig? Ein Han Sens Asientalk über philippinische Politik und Gesellschaft der letzten 40 Jahre.

Analie Gepulani Neiteler, Jörg Schwieger und Rainer Werning im Gespräch über die Philippinen Foto: privat | Bernadett Yehdou | Mary Lou Hardillo-Werning

Vor 40 Jahren, am 25. Februar 1986, floh der lang­jäh­rige phi­lip­pinische Diktator Ferdinand Marcos ins Exil. Eine Kombina­tion aus einem von der katholischen Kirche befeuerten friedlichem Volks­aufstand, einer Mili­tär­rebellion sowie US-Krisenmanagement beendeten die Herrschaft des korrupten Marcos-Clans. Der hatte viele Jahre mit Hilfe des Kriegsrechts geherrscht und dabei massiv die Menschenrechte verletzt.

Veranstaltungsinformationen

Wann: Mi. 25.02.2026, 19 Uhr

Einlass: 18.30 Uhr

Wo: taz Kantine und im Livestream

Friedrichstr. 21

10969 Berlin

Eintritt frei. Platzreservierung erforderlich.

Die Teilnahme ist nur mit einem im Voraus gebuchten Ticket möglich. Wir bitten Sie daher um eine Anmeldung über dieses Ticket-Portal. Die Plätze sind begrenzt, der Eintritt ist kostenlos. Der Zugang zur Veranstaltung ist barrierefrei.

Doch 36 Jahre nach dem Sturz wähl­te die Bevölkerung im Mai 2022 ausgerechnet den älte­sten Sohn des Dik­ta­tors zum neu­en Präsidenten. Der löste seinerseits Rodrigo Duterte ab, bei dessen Krieg gegen die Drogen tausende Menschen extralegal hingerichtet wurden und der deshalb vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist.

Und jetzt hat ausgerechnet dessen Tochter, die derzeitige Vizepräsidentin Sara Duterte beste Chancen, Marcos Jr. bei der nächsten Wahl 2028 ins Präsiden­tenamt zu folgen. Schon der Sohn von Corazon Aquino, die dem Diktator Marcos vor 40 Jahren folgte, war noch von 2010 bis 2016 Staatspräsident gewesen.

Warum sind Familiendynastien in den Philippinen bis heute so mäch­tig? Was begünstigt die Konzen­tration politi­scher und wirt­schaftlicher Macht in einer kleinen Elite? Welche Spuren haben Kleptokratie und Korruption in Politik und Gesellschaft hinterlassen?

Wie wirken sich die millionenfache Migration sowie die Welt­marktintegration ganzer Wirtschaftszweige auf die Menschen aus? Welche Erfolge konnten trotz widriger Umstände progressive Kräfte erringen? Welchen Repressionen sind sie ausgesetzt? Wie wirkt sich die geostrategische Lange des Landes aus?

Lesung und Diskussion mit:

🐾 Analie Gepulani Neiteler ist Freie Journalistin und Südostasienwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Politik und Gesellschaft.

🐾 Jörg Schwieger ist Theologe und früherer Geschäftsführer der Aktionsgruppe Philippinen und des Philippinen­büros. Zudem ist er Vorstandsvorsitzender der Stiftung Asienhaus und Co-Herausgeber „Von Marcos zu Marcos“.

🐾 Rainer Werning ist Publizist und Politikwissenschaftler. Nach zahlreichen Publika­tionen zu den Philippinen ist er Co-Herausgeber „Von Marcos zu Marcos“.

🐾 Sven Hansen ist Asienredakteur der taz. Er moderiert diesen Talk und ist Kurator der Han Sens Asientalks.

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