■ taz-Euro-Wahlservice: Freie Fahrt für Europa!
„Benzin fünf Mark? Autobahngebühren? Elektronisches Abkassieren? Nein danke!“ Die Autofahrer- und Bürgerinteressen Partei Deutschlands setzt sich für arme und ausgeblutete AutofahrerInnen ein. Freie Fahrt für freie Bürger! Wurde auch langsam Zeit, daß unsere Stimme in ganz Europa laut wird. „Das Recht des einzelnen auf Mobilität gehört zu einer freien Gesellschaft.“ Nach der Französischen Revolution können wir uns jetzt nicht freiwillig der Öko-Diktatur unterordnen! Die Autofahrer werden schon zu den Geächteten unserer Gesellschaft. Die wachsende Zahl der Fahrradfahrer wird zu einer Gefahr für die Autofahrer: Straßen werden durch Fahrradspuren verengt, und falls aus Versehen ein Auto sich darauf verirrt – man muß ja irgendwo in zweiter Reihe parken können, wenn es nicht genug Parkplätze gibt –, dann machen diese Radikalen gleich Kratzer und Beulen auf den schönen Lack! Die APD wendet sich deshalb „gegen jede Diffamierung der Autofahrer, da die überwiegende Mehrheit der Autofahrer ihr Kraftfahrzeug durchaus verantwortungsbewußt einsetzt.“ Bei unserer heutigen Umweltbelastung ist es ja auch völlig verantwortungslos, von den Bürgern zu verlangen, daß sie mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Die starke Ozonbelastung der Luft ruiniert schließlich unsere Gesundheit, und mit diesen Bummelzügen kommt man ja niemals an. Statt dessen sollte die Autobahn dreispurig ausgebaut werden, denn das ist schließlich „verantwortungsbewußter Umgang mit der Umwelt“. Das muß auch der ÖkoTerrorist einsehen und befürworten, denn: „Energieverbrauch und Umweltbelastung sind bei flüssigem Verkehr am geringsten; die meiste Belastung entsteht im Stau.“ Elke Eckert
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