taz🐾sachen: Die taz gehtwählen
Heute Abend wird in der taz ein neues Vorstandsmitglied gewählt. Die bisherige Vorständin Tania Martini, die sechs Jahre im Amt war, möchte nicht erneut kandidieren. Das ist schade, denn mit ihr verliert das Gremium eine sehr engagierte und erfahrene Kollegin. Aber die Demokratie in der taz lebt und es bewerben sich zwei Kollegen aus der Redaktion: Pascal Beucker, Redakteur im Parlamentsbüro, und Malte Kreutzfeldt aus der Öwi-Redaktion. Die Genderfrage stellt sich hier nicht, denn mit Berit Lusebrink und mir sitzen schon zwei Frauen im Vorstand.
Die Versammlung der MitarbeiterInnen, wo der Vorstand gewählt wird, ist ein Kernstück der Unternehmensstruktur der taz. Wir haben zwei Sorten von Genossenschaftsmitgliedern: die, die hier arbeiten, und die, die von außen Geld geben. Durch dieses Konstrukt ist die Unabhängigkeit der Redaktion gewährleistet. Die Mitglieder von außen bekommen keine finanzielle, aber eine politischen Rendite, denn sie sind EigentümerInnen der taz und tragen mit ihrem Engagement zur Pressevielfalt bei. Die MitarbeiterInnen dürfen den Vorstand wählen. Der besteht aus fünf Mitgliedern: drei aus dem Kreis der Mitarbeitenden und zwei hauptamtliche Geschäftsführer. Letztere werden vom Aufsichtsrat und vom Vorstand eingesetzt. Der Vorstand bestimmt auch die Chefredaktion. Hört sich alles kompliziert an, funktioniert aber seit Jahren. Vor allem sind die MitarbeiterInnenversammlungen auch ein Diskussionsforum – in Zeiten, in denen wir die Zukunft der taz gestalten wollen, ein wichtiger Abend. Isabel Lott
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen