taz🐾lage: taz Talk über Frauen in Afghanistan
Seit Afghanistans vom Westen gestützte Regierung am 15. August 2021 zusammengebrochen ist und die Taliban wieder die Macht übernommen haben, hat sich im Land ausgerechnet die Zahl lizensierter Unternehmen von Frauen auf mehr als 10.000 vervierfacht. Schätzungen zufolge kommen weitere 120.000 unlizenzierte Unternehmen von Frauen hinzu. Denn Heimarbeit bildet für Frauen eine der wenigen verbliebenen Verdienstmöglichkeiten. Die Radikalislamisten schlossen Frauen und Mädchen mit den repressivsten Gesetzen der Welt von Bildung und vielen Berufen aus. Nach dem Sittengesetz dürfen Frauen nur noch in Vollverschleierung auf die Straße, überwacht von der Sittenpolizei.
Trotz dieser und vieler weiterer Repressalien kämpfen Afghaninnen weiter für Freiräume und Selbstbestimmung. Anfang Juni gab es in Herat eine Welle von Verhaftungen von Frauen, denen die Taliban Verstöße gegen die Kleidervorschriften vorwarfen, es folgten Proteste unter dem Slogan „Brot, Arbeit, Freiheit!“
Wie sieht der Alltag der afghanischen Frauen heute aus? Wie ist ihre soziale Lage? Mit welchen Strategien kämpfen sie für ihre Rechte? Welche Fehler hat der Westen gemacht? Wie können sie unterstützt werden?
Über diese und weitere Fragen spricht beim Online-Talk an diesem Mittwoch um 19 Uhr: Nabila Lalee. Die deutsch-afghanische Journalistin und taz-Autorin recherchierte 2026 für zehn Wochen in Afghanistan und war zuvor von 2022 bis 2026 Leiterin des Regionalbüros der dpa in Islamabad. Sven Hansen moderiert. Er ist Asienredakteur der taz und kuratiert die Reihe Han Sens Asientalk. (taz)
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