taz🐾lage: Falscher Alarm
Die morgendliche Themenkonferenz war schon etwas in Verzug an diesem Dienstag, der Auslandsredakteur wollte gerade mitteilen, dass die Antwort von der Korrespondentin noch ausstehe, ob es heute ein Porträt des neuen Hamas-Chefs in Gaza geben wird, da schrillte es plötzlich. So laut, dass manche*r ein dezentes „Huch“ entfuhr. „Feuer“, sagte ein Kollege trocken, „Feueralarm“ meinend, und ein Teil der Belegschaft (inklusive dieser Autorin) bummelte durchs Innentreppenhaus nach draußen: „In Zweierreihen anfassen“, scherzte jemand.
Auf der Sammelfläche vor der taz wurde die unverhoffte Konferenzpause dankbar für Zigaretten und Smalltalk genutzt, ein bisschen Langeweile lag in der Luft: Schon wieder Probealarm, na ja, klappt doch, oder?
Dann wurde es aber doch noch interessant: „Es brennt im Putzraum im 3. Stock“, wusste eine Kollegin. „Es gibt keinen Putzraum im 3., nur im 2. Stock“, wusste es einer besser. „Das ist ja bei uns!“, rief die Kollegin aus der Lokalredaktion alarmiert. „Wo sind überhaupt meine Kolleg*innen?!“ Ein Kollege ging derweil zum Bäcker, Pfannkuchen fürs Ressort holen, denn die Sache schien sich in die Länge zu ziehen, inzwischen rückte die Feuerwehr an, inklusive Drehleiterwagen.
Schließlich Entwarnung, alle wieder rein: Ein defekter Rauchmelder im Putzraum im 3. Stock (den gibt‘s nämlich doch) war’s.
Für alle aufmerksamen Leser*innen: Genau, das Innentreppenhaus zu benutzen, ist natürlich falsch. Mitlesende Kinder: Nicht nachmachen, bitte. Merke: Wenn dir jemand eine Feuertreppe baut, wie im Fall des taz-Gebäudes, nutze sie. (akl)
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