taz🐾lage: Stillstand überwinden
Wie kann der Stillstand in der Migrationspolitik überwunden werden? Darum geht es am Dienstag im taz-talk „Grenzen in Bewegung und territoriale Souveränität“. Im Rahmen der Digital Lecture Series „Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte“ spricht die taz-Redakteurin Dinah Riese mit der Rechtsprofessorin Ayelet Shachar über das spannungsgeladene Verhältnis von Menschenrechten und territorialer Souveränität.
In dem von der Berthold Leibinger Stiftung geförderten Talk geht es um tiefgreifenden Entwicklungen im Feld von Recht und Mobilität sowie um rechtliche Strategien, die es ermöglichen, dass sich die Grenze von der Landkarte gelöst hat. Entgegen der verbreiteten Behauptung, dass menschenrechtskonforme Lösungen nicht praktikabel seien, wird Ayelet Shachar rechtliche Antworten vorstellen. Shachar ist Professorin für Rechtsvergleichung an der University of California, Berkeley und ist 2026 Gastprofessorin an der Harvard Law School. Sie forscht und lehrt an der Verbindung von Rechtswissenschaften und politischer Theorie.
Insgesamt hat die Reihe zum Ziel, an historische Errungenschaften zu erinnern, die zunehmend infrage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Die nächste Lecture findet am Dienstag, 21.7.2026, um 19 Uhr im Livestream auf Englisch statt. Sie möchten vorab Fragen für diese Veranstaltung einreichen? Oder nach dem Gespräch Feedback geben? Wir freuen uns auf Ihre Mail: taztalk@taz.de. (taz)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen