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taz🐾lageSpontane Demo für Athener Wohnprojekt im taz-Haus

Die E-Mail-Postfächer durchschnittlicher taz-Redakteur*innen neigen hin und wieder zum Überquellen. Da kann es schon mal passieren, dass eine Pressemitteilung übersehen wird und daher – mitunter wichtige – Themen nicht ihren Weg ins (digitale) Blatt finden.

Das dachten sich vermutlich auch Aktivisti für das Wohnprojekt Prosfygika in Athen. Am Dienstagmorgen erschien eine Gruppe von ihnen samt Transparent im Eingangsbereich des taz-Gebäudes in Berlin-Kreuzberg zu einer Minidemo, um ihre neueste Pressemitteilung persönlich dem zuständigen Auslandsredakteur zu überreichen. In gedruckter Form, versteht sich.

In den Prosfygika, sogenannten Flüchtlingsbauten, lebten einst Vertriebene aus dem griechisch-türkischen Krieg (1919–1922). Heute wird die Anlage von rund 400 ehemaligen Wohnungslosen, Mi­gran­t*in­nen und politischen Ak­ti­vis­t*in­nen selbstverwaltet. Die Regionalverwaltung will das Gelände räumen lassen und attraktiv „neu gestalten“. taz-Korrespondent Ferry Batzoglou hat mehrfach berichtet.

Aus Protest gegen die Räumung befindet sich Bewohner Aristotelis Chantzis seit 139 Tagen im Hungerstreik. Am Montag sei er in ein Krankenhaus eingeliefert worden, erklärten die Aktivisti am Dienstag im taz-Haus. Er werde jedoch „nicht nachgeben, bis Gerechtigkeit herrscht“, heißt es in der Pressemitteilung.

Höflich suchten die Aktivisti das Gespräch mit tazler*innen, um sie auf den Zustand von Chantzis aufmerksam zu machen. Für Donnerstag planen sie eine größere Demo in Berlin-Mitte. Die taz wird weiter berichten. Fabian Schroer