taz🐾lage: taz-Salon-Tour im Norden: Geld als Waffe
Warum kehren die Kriege zurück? Bisherige Analysen konzentrieren sich auf Politik, Diplomatie und Militär und übersehen, wie zentral die Wirtschaft ist. Dabei entscheidet oft die Ökonomie, ob Kriege geführt und ob sie gewonnen werden.
Darüber diskutiert taz-Wirtschaftsredakteurin Ulrike Herrmann am 9. Juni in Kiel und am 11. Juni in Bremen mit den taz-Kolleg*innen Esther Geißlinger und Stefan Reinecke. Gemeinsam stellen sie Herrmanns neues Buch „Geld als Waffe“ vor, das im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.
Thema sind unter anderem die Krisenherde: Russland bedrängt Europa und China will Taiwan annektieren. Sowohl Russland als auch China stecken in einer ökonomischen Sackgasse fest, die die Machtbasis ihrer Präsidenten bedroht. Wladimir Putin hat eine Kriegswirtschaft etabliert, die Russland täglich ärmer macht. Trotzdem wäre der Aufbau einer Friedenswirtschaft schwierig, weswegen Putin Krieg führen wird, solange er an der Macht ist.
Auch China steht wirtschaftlich längst nicht so glänzend da, wie sich bei einem „Exportweltmeister“ vermuten ließe. Obwohl das Land Unsummen investiert, wird seine Wirtschaft nicht effizienter. Xi könnte daher versucht sein, Taiwan anzugreifen, um von der ökonomischen Krise abzulenken.
Europa muss aufrüsten, um sich vor Russland zu schützen. Der Effekt könnte paradox sein: Putin wollte Europa spalten, doch stattdessen wird sich die europäische Integration vertiefen.
Wann: 9. Juni, 17 Uhr und 20 Uhr im hansa 48 in Kiel und 11. Juni, 19 Uhr im Kulturzentrum Lagerhaus in Bremen. taz
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