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taz🐾lageGoldmedaille der Herzen

Zu Beginn ein Geständnis: Die Sportredaktion liest hier oft mit, wie denn so die „Lage“ im Haus ist. Bass erstaunt waren wir bei der Lektüre vor einer Woche. Von zwei Großereignissen war die Rede, welche die taz zu meistern habe: die Berlinale und die Münchner Sicherheitskonferenz. Letztere würden gleich fünf Kol­le­g:in­nen vor Ort begleiten. Sapperlot, dachten wir im ersten Moment. Und im zweiten: Da fehlt eine Kleinigkeit – unser Olympiaprojekt.

Mit Andreas Rüttenauer hatten wir einen Reporter, der von den auf mehrere Orte verteilten Winterspielen berichtete, als hätte er Doppelgänger mitgenommen. Mal war er in Mailand, dann in Bormio, Livigno oder Cortina d’Ampezzo. Auch wenn nachts rund um seine Mailänder Schlafstätte ein Höllenlärm gewesen sei, wie er erzählte, lagen der Redaktion am Morgen stets sehr ausgeschlafene Texte vor.

Ein Olympia-Konzentrat hat er da zusammengeschrieben: Viel erfahren haben wir von Funsportlern, stolzen Italienerinnen, protestierenden US-Sportlern, verzweifelten Ukrainerinnen und was die Spiele mit der Natur machen. Einfach war es nicht, das täglich auf zwei elektronischen epaper-Seiten unterzubringen, zumal das Sport-Ressort kaum Vollzeitstellen hat.

Dass all dies jüngst unerwähnt blieb in der tazlage, deuten wir selbstbewusst als Zeichen der stillen Bewunderung im Haus. Diese diskrete Art der Hochachtung spornt uns weiter an.

Im Sommer berichtet Alina Schwermer von der Fußball-WM aus Mexiko, den USA und Kanada. Und klar, zwei E-Paper-Seiten wird es täglich wieder geben. Mindestens!

Johannes Kopp

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