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taz🐾lageDas geht auf keine Kittelschürze

Die Kittelschürze als solche ist als Kleidungsstück aus dem Alltagsgebrauch hierzulande eher verschwunden. Zurecht vermutlich, diese Dinger, manchmal vorne geknöpft, manchmal hinten geknotet, sind nicht sonderlich kleidsam und meistens auch noch hässlich geblümt. Umso erstaunter ließ die Redaktion die E-Mail der Leserin und taz-Genossin A. aufhorchen, die selbst etwas ungläubig feststellte: Die taz hat eine Kittelschürzen-Obsession!

Allein im gerade erst begonnenen Jahr 2026 habe sie bereits vier Artikel über die Kittelschürze gezählt. Darunter eine Unterhaltung mit einer Kulturwissenschaftlerin („Guter Stoff“) über die heilsame Kraft der Nostalgie, die in der Schürze stecke, sie nannte es den „Kittel-Effekt“. Eher nostalgisch im Ton auch die Erinnerung an die DDR-Kittelschürze aus Nylon-Ersatz. Im Erzgebirge wird sie offenbar noch immer produziert, ist also quasi ein Standortfaktor.

Leserin A. nahm es zwar ersichtlich mit Humor, mahnte aber dennoch: „Das ist ja eine Schlagzahl nahe der Gehirnwäsche!“

Nun, wir können Entwarnung geben: Die Kittelschürzen-Schwemme hat tatsächlich einen ganz einfachen Grund, und sie ist nicht pathologisch. Was auf taz.de nach einer ganzen Menge Schürzen-Texte aussieht, fand sich auf Papier übersichtlich gebündelt in einem Schwerpunkt, den die stadtland-Redaktion in der Wochentaz vom 31. Januar gesetzt hatte.

Das war jetzt der fünfte und vorerst vermutlich letzte Texte zur Kittelschürze, Frau A. Versprochen. (akl)