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taz🐾lage

Von einem ehemaligen taz-Kollegen hörte ich einmal, dass er für an­gehende Jour­na­lis­t*in­nen stets einen wertvollen Rat übrig hatte: Beim Schreiben eines Textes sollte man immer erst einmal den Namen ins leere Dokument tippen, zwei Absätze folgen lassen und dann erst mit dem eigentlichen Text beginnen – auf dass im Wirrwarr der Zuständigkeiten bloß nie die wertvolle Urheberschaft verloren geht.

Klingt eitel, ist aber, wie ich aus eigener Anschauung weiß, gar kein schlechter Tipp. Mehr als einmal ist es mir als Redakteur schon passiert, dass ich Au­to­r*in­nen­na­men falsch abgetippt hatte. Für die Betroffenen ist das mehr als ein Fauxpas. An der richtigen Zuordnung hängen nicht nur Honorar, sondern gegebenenfalls Ruhm und Ehre. Manchmal wünscht man sich aber auch, man hätte den eigenen Namen nicht mitgeschickt.

Nun könnte Ihnen, geschätzte Leser*in­nen­schaft, in den vergangenen Wochen aufgefallen sein, dass wir in der taz die Autorschaft sehr ernst nehmen. So ernst, dass ein Au­to­r*in­nen­na­me im Zweifel bis zu viermal im selben Text zu lesen war: in der Dachzeile, in der ­eigentlichen Autor*innenzeile, dann noch mal ­direkt unter dem Text und dann noch einmal in der Kurzbiografie.

Im Rahmen unserer Umstellung auf eine werktäglich rein digitale Produktion wollten wir mit einem Automatismus die Au­to­r*in­nen­na­men in allen Kanälen – App, E-Paper, taz.de – gleich ausgeben und das fehleranfällige händische Abtippen weitestgehend erübrigen. Das hat auf technischer Ebene, sagen wir mal, besser funktioniert als erwartet. Aber zumindest ist jetzt restlos klar, wer was geschrieben hat. (knw)

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