taz🐾lage: taz stinkt
Der Fisch stinkt vom Kopf her, lautet eine Weisheit, die auch die taz immer wieder in der Berichterstattung belegt. Also die Vermutung, wenn etwas nicht gut läuft, etwa in einem Unternehmen oder einer Behörde, kommen die Probleme oft von ganz oben. In der taz stinkt es aktuell aber von ganz unten. Genauer gesagt: im Erdgeschoss neben dem Lastenaufzug. Es ist ein bestialischer Gestank nach verdorbenem Fisch, dessen Ursprung zu ergründen sich bislang noch nicht einmal das sonst so furchtlose Investigativteam aufgemacht hat. Was ist da los? Saß da etwa jemand zu lang im Aquarium, wie der Glaskasten für Meetings genannt wird? Bei einer kurzen Suche nach der Quelle konnte weder Fisch noch Fleisch gefunden werden.
Nasenzeugen berichten allerdings von einer braunen Tonne. Braun, ohnehin eine verdächtige Farbe, nicht nur, wenn es um Müll geht. Sollte darin jemand Fischreste entsorgt und die Tonne nicht ausgeleert haben? Die taz Kantine scheint in den letzten Tagen kein Fischgericht angeboten zu haben.
Außerdem, so bestätigen Mitarbeiter:innen, würden die braunen Tonnen im Haus normal für Altpapier genutzt: für Entwürfe, Skripte – und alte Zeitungen. Davon fallen seit der Seitenwende zwar weniger an, aber wir lesen ja auch die Konkurrenz, die bekanntlich nicht schläft, auch nicht bei den Fischen. Seit die taz unter der Woche digital erscheint, sammeln sich eben weniger Zeitung an. Statt weiter im Trüben zu fischen, wurde die sonntägliche Schwarmintelligenz bemüht. Sie kam zum naheliegenden Schluss: Wo eine Zeitung ist, wird auch alter Fisch eingewickelt. (taz)
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