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taz🐾lageSchenken mit Weitsicht

Die meisten Menschen in Deutschland gehen selbstverständlich zum Optiker oder zur Optikerin, wenn sie nicht mehr gut gucken können. Dann bekommen sie eine Brille in der richtigen Sehstärke auf die Nase gesetzt, und dann geht es auch wieder. Die Krankenkassen übernehmen das. Mindestens 72.000 Menschen in Deutschland hatten laut Statistischem Bundesamt 2023 keine Krankenversicherung, für sie ist das alles nicht so leicht, aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls: Andernorts auf der Welt ist gutes Sehen sehr viel weniger eine Selbstverständlichkeit als hier. In Sri Lanka sind Sehhilfen oft unerschwinglich. Aber wer nicht gut sieht, ist unsicherer, Teilhabe im Alltag fällt diesen Personen schwerer.

Das Spectacles Donation Programme einer Charity-Organisation im Süden des Landes verteilt nicht mehr benötige Sehhilfen in Schulen, Altersheimen und anderen gemeinschaftlichen Orten an kurz- wie weitsichtige Menschen. Eine Kollegin hörte auf einer Reise nach Sri Lanka von der Aktion und startete daraufhin eine kleine Sammelaktion in der Redaktion: In kurzer Zeit lagen in einer Sammelkiste am taz-Empfangstresen in der Friedrichstraße 21 in Berlin 28 gesammelte Gestelle.

Es sind Dioptrien-Arrangements unterschiedlichster Couleur, unterschiedlichsten Jahrgangs, die meisten in Etuis, manche im feinen Ledertäschchen. Sie treten nun bald eine gemeinsame Reise nach Sri Lanka an. Vor Ort werden die Brillen dann mit Hilfe singhalesischer Op­ti­ke­r:in­nen an Menschen mit Sehschwäche verteilt und ihnen angepasst. Und wir sehen glasklar: Schenken ist auch nach Weihnachten eine gute Sache. (taz)

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