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taz🐾lage

Was eine Nachfrage!

Stapelweise einsacken – das sollten die Leute eigentlich nicht. So lautete die Ansage an alle tazler:innen, die am Wochenende einen Dienst am taz-Stand auf dem lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin-Schöneberg übernahmen. Es ist das größte queere Straßenfest Europas. Zwischen Bierwagen und Asianudeln tummeln sich jährlich hunderttausende Be­su­che­r:in­nen vorbei an Ständen von Firmen oder Vereinen. Deren Bandbreite ist so vielfältig wie (queere) Leben. Nur Medien, zumal überregionale, waren lange unsichtbar. Seit vier Jahren versuchen wir, daran etwas zu ändern. Als taz wollen wir ausdrücklich auf diesem Straßenfest präsent sein, denn queeres (Alltags-)leben und queere Kämpfe waren und sind fester Bestandteil der Berichterstattung seit unserer Gründung. Die taz gehört hier hin und sehr viele Be­su­che­r:in­nen (die vom CDU-Stand ausgenommen) sehen das genauso. 2500 Ausgaben der wochentaz sind uns schier aus den Händen gerissen worden. Was auch zur taz gehört, ist die klare Kante gegen Rechts. Auf dem Stadtfest fand diese Haltung in unseren legendären Anti-AfD-Stickern Ausdruck. Zur Freude der Besucher:innen, die kräftig zugriffen. Da mussten wir bremsen. „Stapelweise einsacken – bitte nicht.“ Es sei denn, es gibt einen guten Grund – ein Naziproblem in der Nachbarschaft etwa. Da konnten wir natürlich nicht Nein sagen. Das nächste Stadtfest findet vom 18.-19. Juli 2026 statt. Wir werden dabei sein. (msc)

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