tSCHÜß!: Ende der Rutschbahn
Die Riesenrutsche im Bondenwald-Bad soll wegsaniert werden
Bei so einer Nachricht schreit das Kind im Erwachsenen auf: „Oh nein, die Riesenrutsche wird abgerissen!“ Die Wasserrutsche im Niendorfer Bondenwald-Schwimmbad fällt bald Sanierungsarbeiten zum Opfer. Dabei hängen so viele Kindheitserinnerungen an ihr.
Und zwar solche: Pitschnasse Kinderfüße hasten die Treppe hoch zum Startbecken. Dort: ungeduldiges Warten, der Blick fixiert die Ampel, bis die letzten RutscherInnen aus der Gefahrenzone sind und die Ampel auf Grün springt. Beide Hände greifen die Schwungstange und in einer schnellen Bewegung fliegt der Kinderkörper unter ihr durch, rein in die Röhre! Dann geht‘s in rasendem Tempo, auf dem Rücken liegend, im Wasserstrom bergab. Bis man schließlich nach 76 Metern ins Becken plumpst.
Schön war das. Jedenfalls in der Erinnerung. Entsprechend fiel die Reaktion aus, als es jetzt vom Betreiber Bäderland hieß, die Rutsche werde abgerissen. Der CDU-Landesvorsitzende Roland Heintze forderte im Hamburger Abendblatt, Bäderland solle die Entscheidung noch mal überdenken. Der FDP-Bezirksabgeordnete Burkhardt Müller-Sönksen kündigte sogar an, sich im Bezirk für einen Zuschuss für die Rutsche einzusetzen.
Was sagt uns das? Eigentlich nur, dass die Herren selbst die Rutsche länger nicht benutzt haben. Die ist nämlich schon seit zweieinhalb Jahren außer Betrieb, wie Bäderland-Sprecher Michael Dietel wissen ließ. Die 25 Jahre alte Rutsche sei „schon lange kein Highlight mehr“ gewesen. Katharina Schipkowski
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