südwester: Entgleisungen
Für ihren geplanten Anne-Frank-Zug steckte die Bahn viel Kritik ein: Schließlich wurde das jüdische Mädchen in einem Zug 1944 nach Auschwitz deportiert. Um die Weichen an künftigen Fettnäpfchen vorbei zu stellen, hat die Bahn die Benennung ihrer Züge nach historischen Persönlichkeiten nun in Gänze verworfen. Als Namensgeber sollen „die schönsten Seiten Deutschlands“, etwa Bodensee und Eifel, fungieren. Nur der im Herbst 2016 getaufte ICE „Martin Luther“ darf seinen Namen behalten. Damit bleibt der Reformator und Antisemit einzig personaler Pate des Intercity-Express. Ob Martin Luther, der Zug, Ende Oktober zum neuen Hamburger Feiertag arbeitsfrei bekommt, ist noch nicht bekannt.
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