soft side eye: Wo der Zeitgeist weilt
Wie viel sozial ausgesagt wird, ohne etwas zu sagen, zeigt sich besonders deutlich in U-Bahnen. Vor allem, wie es technisch heißt, in Fahrzeugen mit Mehrfachtraktion und einem durchgängigen Fahrgastraum. Meterweit warten hier Menschen, um den erlebnispotenten Nicht-Ort zu verlassen: manche am Handy, manche umherschauend, andere anlächelnd. Wer sich hindurchbewegt, passiert politische Sticker auf Handyhüllen, aktuelle Modekonzepte oder breitbeinige Machos; Halt für Halt ein Spaziergang mit dem Zeitgeist. Und auch mich hätten Sie hier beim Tippen dieses Textes erwischen können.
Felix Bouché, verantwortlich für die taz Blogs, Produzent∗in dieser Seite und Redakteur∗in der tazze.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen